Das bin ich


An dieser Stelle würde ich gerne anderen lieben Menschen aus meinem Verwandten- und Bekanntenkreis das "Zepter" übergeben, da es mir nicht leicht fällt, über mich zu schreiben. Aber gut, hilft ja nichts, also versuche ich es einfach mal:

 

Mein Name ist Carmen Steiner. Ich bin gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte, verheiratet, habe derzeit zwei Hunde und zwei zauberhafte Kinder, wohne seit einigen Jahren in Osterburken und bin ausgebildete zertifizierte Tierpsychologin / Verhaltenstherapeutin mit Schwerpunkt Hund. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Hunden, vor allem aber auch deren Menschen/Haltern nach bestem Wissen zu unterstützen, zu stärken, zu motivieren und aufzuklären, wie der Hund "tickt". 

Dies auf der Grundlage u.a. von mehr als 20 jähriger Hundehaltererfahrung mit den verschiedensten Hundetypen und Charakteren, sowie auf meiner umfangreichen vierjährigen Ausbildung beim deutschen Institut für Tierpsychologie und Tiernaturheilkunde mit Hauptsitz in Lünen. Dort wurden mir unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen aus der Ethologie, der experimentellen Psychologie und der humanen Psychologie vermittelt.

 

Anlass zu dieser Ausbildung war mein 2013 leider verstorbene American Staffordshire-Terrier / Schäferhund- Mix Rüde "Alec", den ich im Jahre 2000 aus dem Tierheim Heilbronn im zarten Alter von 6 Wochen zu mir nach Hause holte. Ein Border-Collie Rüde wohnte bereits schon bei mir. 

Schnell wurde klar, dass mein Alec ein ganz besonderes, anspruchsvolles "Kerlchen" mit Charakterstärke war. 

 

Die Zeit verging und so kam Alec vom Welpenalter ins Junghundealter. Hier zeigten sich schon die ersten Tendenzen (wie ich heute weiß) zu späteren Verhaltensauffälligkeiten. Diese verstärkten sich, als er Erwachsen und schlussendlich geschlechtsreif war. Irgendwann gab es Situationen, welche mir überhaupt nicht zusagten. Dies ging soweit, dass ich mich in meinem Leben tatsächlich einschränkte. Bei Spaziergängen wählte ich nur überschaubare Wege, damit ich hoffentlich keine Hundebegegnungen habe. Mein Border-Collie musste sich ihm unterordnen…..um hier nur ein paar Dinge zu nennen. 

 

Ich kam an den Punkt, an dem ich nicht mehr weiter wusste. Kompetente Hilfe war nicht greifbar, da ich Einzelstunden mit viel Hintergrundwissen brauchte. 

Mir wurde klar, ich wollte niemals mehr so hilflos sein. Dann noch zu sehen, wie mein Vierbeiner selbst mit bestimmten Situationen total überfordert war und, wie ich im Nachhinein durch meine Ausbildung erfahren habe, unter enormen "Stress" litt, mit Unsicherheiten und sogar Ängsten kämpfte. Somit war klar, ich mache eine entsprechende Ausbildung, eigne mir mehr und mehr Wissen an über das Wesen des Hundes, wie er kommuniziert und erfahre mehr über sein komplexes Sozialverhalten. 

Zeitgleich habe ich in einem Hundeverein ehrenamtlich meine eigene Gruppe trainiert und anschließend unabhängig vom Verein einen eigenen Hundetreff gegründet. Im Auftrag diverser Tierschutzvereine führe ich zusätzlich Vor- und Nachkontrollen durch. Hierbei unterstütze ich die jeweiligen Organisationen bei der Vermittlung der Vierbeiner in Form einer schriftlichen Empfehlung. 

 

Unabhängig von meinem hier beschriebenen Verlauf war es schon immer mein Wunsch, mit Tieren, speziell mit Hunden zu arbeiten. Mein Alec war eine grosse Hilfe bei der Entscheidung meinem Wunsch näher zu kommen und schlussendlich zu erfüllen.

Ich habe wirklich viel von ihm gelernt. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit dafür. Er war ein Geschenk.

 

Danke.